VMware ESXi: Lokale Festplatte als Raw Device Mapping (RDM) einbinden

Leider stehen lokale Festplatten des ESXi-Hosts standardmäßig nicht für ein Raw Device Mapping (RDM) zur Verfügung und der Menüpunkt im vSphere Client ist ausgegraut…

VMware ESXi - Zuordnung für RAW-Geräte ausgegraut (bei lokalen Disks)

Mit Hilfe der auf dem ESXi verfügbaren vmkfstools ist es dennoch in vielen Fällen möglich, eine lokale Disk des ESXi als RDM in eine VM einzubinden.

  1. Über SSH am ESXi-Host verbinden.
  2. Die lokalen HDDs auflisten, um den Namen der Disk (t10.* oder auch vml.*) zu ermitteln :
    ls -l /vmfs/devices/disks
    VMware ESXi: Disks auflisten und Namen ermittel
  3. An diese Stelle kann man sich nun entscheiden, ob man ein RDM im virtuellen, oder im physischen Kompatibilitätsmodus anlegen möchte:
    1. virtual compatibility RDM:
      vmkfstools -r /vmfs/devices/disks/<DiskName> /vmfs/volumes/<Datastore>/<Folder>/<Disk>.vmdk
    2. physical compatibility RDM:
      vmkfstools -z /vmfs/devices/disks/<DiskName> /vmfs/volumes/<Datastore>/<Folder>/<Disk>.vmdk

      also z.B. vmkfstools -z /vmfs/devices/disks/t10.ATA_____ST3000VX0002D1CU166__________________________________Z1F3YMF6 /vmfs/volumes/HD1/RDMs/MyPhysRDM.vmdk

  4. Die Disk kann nun über erstellte VMDK (RDM pointer) in eine VM eingebunden werden:
    Eigenschaften der virtuellen Maschine -> Hinzufügen… -> Festplatte -> vorhandene virtuelle Festplatte verwenden -> die erstellte VMDK-Datei auswählen -> virtuellen Controller auswählen -> Fertig

VM mit RDM im physischen Kompatibilitätsmodus

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Kategorien - VMware | Kommentare 9 Kommentare...

9 Kommentare

  1. Chris

    Moin,

    Auch nach dem Link ne Frage: werden im physikalischen Modus die Dateien direkt auf die Platte geschrieben? Also ohne in einer vmdk zu liegen?? Danke

    • Dennis Bistron

      Genau, es wird keine VMDK verwendet. Die Dateien werden bei RDMs von der VM, wie bei einem physischen Rechner, direkt im Dateisystem auf der Platte abgelegt.

      • Chris

        ok. Danke! Aber Platten sharen geht immer noch nicht, gell?
        Also dass 2 Server auf eine Festplatte direkt (nicht remote per Freigabe etc) zugreifen können.

        Thx

        • Dennis Bistron

          Je nachdem, was Du vor hast 😉

          Habe es zwar nie getestet, doch wenn Du in zwei VMs jeweils eine VMDK mit Pointer auf dieselbe physische Disk einbindest, sollten sie auch beide darauf zugreifen können.

          Wenn aber beide VMs schreibend auf die Platte zugreifen, wird es wahrscheinlich irgendwann zu inkonsistenten Daten führen, da die VMs den Schreibcache der jeweils anderen nicht sehen und es auch keine Instanz gibt, die daraus entstehende Konflikte auflöst.

          Greift jedoch eine VM ausschließlich lesend zu (bzw. max. eine VM schreibend), sollte es keine Probleme geben; s. auch: VMware KB1002782 – Sharing an RDM virtual disk between multiple virtual machines

  2. Meyer

    Hallo,
    ich versuche es auch gerde, aber erhalte beim Abschließen der Einstellungen die Fehlermeldung „inkompatibles backing für gerät 0“. Mir fällt auf, dass bei der virtuellen HDD in den Eigenschaften der VM das Feld „Zurdonungsdatei für physische LUN und Datenspeicher“ komplett leer ist. Bei Dir ist da ja eine vml.-Datei angegeben. Jmd ne Lösungsidee?

  3. Joachim

    Hi,

    vielleicht kannst Du mir ESXi-Neuling ja mal auf die Sprünge helfen. Ich versuche in meinem HP Proliant Micro Gen8 mit ESXi 6.0 zwei vorhandene Datenplatten an die (bisher) einzige VM anzubinden. Die VM mit 22 GB liegt in einem 50 GB großen Datastore auf einer SSD am selben Controller. Im selben Datastore ist auch der Ordner für die vmdk-Dateien.
    Wenn ich versuche die beiden 2TB-Platten per RDM wie in Deiner Anleitung als „vorhandene Festplatte“ einzuhängen, bleibt die Größe ausgegraut und beim Versuch zu speichern erscheint folgende Fehlermeldung:
    „Die angegebene Festplattenkapazität ist größer als die im Datenspeicher verfügbare Größe. Eine Überreservierung des Festplattenspeichers kann den gesamten Speicher auf der virtuellen Festplatte belegen und die virtuelle Maschine blockieren. Erhöhen Sie die Datenspeicherkapazität, bevor Sie fortfahren, oder geben Sie einen kleineren Wert für die Festplattengröße ein.“

    Was mache ich falsch?

    • Bruno

      Habe hier genau das gleiche Problem. Habe die Platte als physical compatibility RDM eingebunden, aber beim hinzufügen zur VM kommt dann die Meldung.
      Der Datastore ist vom Typ VMFS5, sollte also mit Platten größer 2TB klar kommen.

  4. Joachim

    Ich habe es inzwischen aufgegeben und ESXi erst mal sein gelassen, nachdem ich mehrere Postings fand, die besagten, dass es mit dem Controller des HP Microserver im AHCI-Modus Probleme habe und man in den RAID-Modus wechseln solle. Für mich nicht sinnvoll, wenn ich die Platten neu formatieren wollen würde, könnte ich sie gleich zu VMFS-Datastores machen.

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